Erzeuger: Giacomo Montresor
Volumenprozent: 14
Restzucker: 5 g/l
Säure: 5,6 g/l
Land: Italien
Anbaugebiet: Venetien
Rebsorten: Corvina Veronese, Rondinella, Molinara
Vinifizierung: Als Besonderheit wird im April des der Lese folgenden Jahres dieser Valpolicella für kurze Zeit mit den Traubenhäuten eines gerade vergorenen Amarone zusammengelegt (Ripasso). Danach erfolgt eine zweite Gärung.
Trinktemperatur: 18 - 20 °C
Lagerfähig: 3 - 5 Jahre
Auszeichnungen: Concours Mondial de Bruxelles 2011: Goldmedaille
Verkostungsnotizen: Er duftet nach kandierten Früchten, Kräutern und Vanille. Am Gaumen zeigt er sich trocken und rund mit Aromen von Bittermandeln und Anklängen von Veilchen, Lakritze und reifen Brombeeren im Abgang.
Trinkempfehlung: Er begleitet alle Fleisch- und Wildgerichte der großen internationalen Küche.
Valpolicella Ripasso DOC (Denominazione di Origine Controllata); DOC-Bereich für Rotwein im Westen der italienischen Region Venetien, der neben dem Chianti wohl zu den bekanntesten Italiens zählt. Die fünf Gemeinden Fumane, Marano, Negrar, San Pietro und Sant´Ambrogio bilden den Kernbereich des Valpolicella mit terrassierten Lagen. Die klimatischen Bedingungen mit dem nahen Gardasee begünstigen die Herstellung von Rotweinen und die Trocknung der Trauben auf Holzrosten für die Varianten Recioto und Amarone. Der Wein hat ein fruchtiges Bouquet nach Bittermandeln, ist (auch von den Rebsorten her) ähnlich wie der Bardolino, aber dunkler, kräftiger und langlebiger. Einige Erzeuger initiieren nach der Gärung durch Zusatz von Amarone- oder Recioto-Maische eine zweite Gärung - dies wird als Ripasso bezeichnet. Dadurch ist der Wein körperreicher und geschmackvoller als der normale Valpolicella.
Im 16. Jahrhundert wanderten Mitglieder der Familie Montresor vom Château de Montresor im Loire-Tal nach Italien aus und ließen sich im Gebiet von Verona nieder. Sie erwarben dort Böden und Gutshöfe und pflanzten Weinstöcke. Als Giacomo Montresor in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts anfing, die eigenen Weine unter dem Familiennamen zu verkaufen, hätte er sich mit Sicherheit nicht vorstellen können, dass Weine aus dem Hause Montresor nach einem Jahrhundert überall in der Welt zu finden sein würden. Heute leiten die Nachkommen Giorgio und Paolo Montresor einen der größten Betriebe (über 100 Hektar Rebfläche) in der Weinregion Veneto und führen die Tradition der landwirtschaftlichen Tätigkeit im Weinbau fort und damit auch Auslese, Alterung, Abfüllung und den Vertrieb der Weine.
Dass das Haus Montresor nicht nur von der Tradition zehrt, zeigt ein neues, ehrgeiziges Projekt. Messstationen im Weinberg übermitteln Daten zur Analyse an ein Labor. Die Ergebnisse werden anschließend mit Daten von Satellitenaufnahmen der einzelnen Lagen verglichen. Die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen sind nicht nur für die Arbeit im Weinberg äußerst nützlich, sie geben auch Auskunft über den optimalen Reifegrad und den besten Erntezeitpunkt jeder Parzelle.
Tradition und Innovation - auf diesen beiden Säulen gründen der gute Ruf des Hauses und die stetige Qualität seiner Weine. So schreibt der Gambero Rosso anerkennend über Montresor: "Der Name steht für Tradition und Forschung, für höchste Qualität und Verantwortung gegenüber den jungen Winzergenerationen." (Ausgabe 2005)
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