Volumenprozent: 14%
Land: Italien
Anbaugebiet: Toskana
Rebsorten: 90% Sangiovese, 5% Canaiolo, 5% Cabernet Sauvignon
Vinifizierung: 6 Monate Ausbau in Barriques (225 Liter) - und anschließend ca. 9 Monate in großen Holzfässern (25 - 75 Hektoliter).
Trinktemperatur: 18° Celsius
Lagerfähig: ca. 10 Jahre
Auszeichnungen: Gambero Rosso 2011: 2 rote Gläser
Verkostungsnotizen: Schönes Rubinrot mit granatroten Reflexen. In der Nase vereinen sich Aromen komplexe Beerenaromen mit einer dezenten Eichenholzwürze zu einem verheißungsvollen Bukett.
Am Gaumen zeigt er sich kraftvoll und saftig mit gut eingebundenen Tanninen und einer frischen Säuresträhne. Angenehm langer Abgang.
Ein Wein mit enormem Potenzial.
Trinkempfehlung: Lamm, gebratenes oder gegrilltes Rindfleisch, Kaninchen, Schmorgerichte wie Ossobuco
Die Ursprünge von Castello Vicchiomaggio, das früher Vicchio dei Longobardi genannt wurde (wo Vicchio für Vico oder Borgo = Ort stand), können um das 5. Jhd. herum datiert werden. Seine Lage auf der Spitze eines das Greve-Tal beherrschenden Hügels erwies sich im Laufe der Jahrhunderte als strategisch privilegierte Position. Während des Mittelalters spielte das Castello eine entscheidende Rolle für die Verteidigung in den Konflikten zwischen Florenz und Siena. In der Folgezeit wurde daraus eine herrschaftliche Villa der Renaissance, und während dieser Epoche wurde Maggio an den ursprünglichen Namen Vicchio angehängt, zur Erinnerung an die Mailieder (maggiolate) der Maifeier (Calendimaggio), die der Florentiner Adel hier veranstaltete. Eine Zeichnung des Castellos befindet sich in den Unterlagen von Leonardo da Vinci. Während eines Aufenthalts im Greve-Tal war der große Meister auch im Castello zu Gast, als er die Mona Lisa malte. In dieser schon damals für ihren Wein berühmten Gegend machte auch Francesco Redi Rast, und im Castello schrieb er die Verse mit der Beschreibung des Chiantis für sein Werk "Il Bacco in Toscana" (1685).
Die Gegend um Greve gilt seit jeher als geradezu ideal für den Weinbau und so ist es nicht erstaunlich, dass auf dem Schloss von Anfang an auch Wein erzeugt wurde. Die heutigen Besitzer, John und Paola Matta, sind darum bemüht, diese alte Tradition zu bewahren und sie mit dem nötigen Maß an Modernität fortzusetzen. Verschiedene Weinstile werden produziert und gehen vom traditionellen bis zum innovativen Stil. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Boden streng nach seiner Typologie und Lage klassifiziert worden. Alle Weine verdanken ihren Namen dem Weinberg ihres Ursprungs.
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